Queere Identitäten und nicht-monogame
Beziehungsformen in Therapie und Beratung

Weiterbildung

09.03.–11.03.2026
bei: FamThera – Institut für Familientherapie und systemische Beratung e.V.

In den letzten Jahrzehnten findet auf rechtlicher Ebene eine zunehmende Gleichstellung von queeren Menschen und Lebensweisen statt, wodurch diese in der Gesellschaft sichtbarer werden können. Gleichzeitig beobachten wir einen erstarkenden Widerstand von rechten und konservativen Akteur*innen gegen Lebensweisen außerhalb der sogenannten gesellschaftlichen Norm.  Darüber hinaus findet in therapeutischen Curricula die Auseinandersetzung mit Lebensrealitäten und Bedarfen queerer Menschen kaum bis keine Beachtung. Klient*innen erfahren unter Umständen Diskriminierung oder treffen auf mangelndes Verständnis in Kontexten, in denen sie eigentlich unterstützt werden sollten.

Ausgehend vom Erfahrungshintergrund der Teilnehmenden geben wir grundlegende Infos zu Begrifflichkeiten geschlechtlicher und sexueller Vielfalt und einen Überblick über nicht-monogame Beziehungsformen. Wir laden dazu ein, gesellschaftliche Normen und Privilegien zu reflektieren und den Zusammenhang zwischen Diskriminierung und mentaler Gesundheit zu betrachten.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Seminars sind Selbsterfahrungsformate und Biografiearbeit zur eigenen Lebensweise sowie der Austausch mit den anderen Teilnehmenden. Es gibt auch Raum, eigene Unsicherheiten und Fragen zu queeren Themen zu teilen und zu besprechen.

Parallel zu den theoretischen und erlebnisorientierten Inhalten werden wir kontinuierlich Brücken schlagen zu Umsetzungsmöglichkeiten der Erkenntnisse im systemischen therapeutischen Arbeiten.

Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens beziehen wir Körper und Bewegung in das Seminar ein.

Voraussetzungen

Interesse und Offenheit für Themen rund um queere Identitäten, Orientierungen und alternative Beziehungsformen; Bereitschaft, gelernte Normen und Werte zu hinterfragen; Neugier, zu erforschen, wie die eigene therapeutische / beratende Arbeit einladend für queere Menschen gestaltet werden kann.

Personen aller Orientierungen, Identitäten und Beziehungsformen sind herzlich willkommen.

Das Seminar richtet sich an Personen in (systemischer) therapeutischer / beratender Ausbildung sowie Therapeut*innen / Berater*innen.

Seminarleitung

gemeinsam mit: 
Carlson Böckers (sie/ihr)
Gestalt- und Körperpsychotherapeutin
www.carlsonboeckers.de

Wir sind beide queer und beschäftigen uns beruflich und privat mit verschiedenen Beziehungsformen außerhalb der gesellschaftlichen Normen.

WANN ? 
09.–11.03.2026

WO ?
tba
(Instiutsambulanz von FamThera in Leipzig-Stötteritz oder Seminarhaus in Wurzen)

WIE VIEL ? 
390 €

ANMELDUNG ?
direkt bei FamThera

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