„Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten! Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind, unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.“
(nach: Marianne Williamson, Rückkehr zur Liebe)

Eva Öyven Janotta

Ich habe mich im Tanzen tiefer verstehen gelernt und erfahren, wie mächtig die Klarheit des Körpers ist. Tanz und Bewegung haben mir das Erleben des Moments geschenkt.

Mit Neugier und Aufmerksamkeit begleite ich Menschen dabei, selbst herauszufinden, was ihnen hilft, sich zu spüren, zu verstehen, auszudrücken und zu entfalten. Mein Mittel der Begleitung ist die Tanztherapie. Ich sehe in ihr einen heilsamen Weg, mit unserer gefühlsängstlichen Welt umzugehen. Ich habe die Schönheit befreiter Emotionen erlebt. Ich biete Unterstützung, das ureigene Strahlen (wieder) zu entdecken.

In dieser Arbeit tragen mich einige Jahre eigener intensiver Auseinandersetzungen und Erkenntnisse. Im Tanz habe ich gelernt, geforscht, entwickelt, mich mit Gleichgesinnten ausgetauscht, unterrichtet, weitergegeben und bin begeistert geblieben. Seit 2017 reichere ich meine eigenen Erfahrungen durch eine Ausbildung zur Integrativen Tanz- und Ausdruckstherapeutin an. Mein wachsendes Wissen um bewegungsbasierte Methoden und psychologische Hintergründe wird dabei lebendig ergänzt durch ausgiebigen Austausch in der Ausbildungsgruppe.

Neben allem Innen steht auch ein Außen.

Tanztherapie verstehe ich auch als notwendige politische Praxis – als Unterstützung zur Selbstermächtigung gegenüber krankmachenden gesellschaftlichen Strukturen, als heilsamen Begegnungsraum, in dem wir neu lernen können, achtsam mit uns selbst und miteinander zu sein, liebevoll und aufmerksam mit unseren Körpern umzugehen und als Ort, an dem wir Kraft schöpfen können, um die nötigen Veränderungen in der Welt voranzubringen.

Meine Reflexion über mein Arbeiten ist geprägt von intensiver Auseinandersetzung mit queeren Identitäten, kritischer Psychologie, feministischer Therapie, empathischer Kommunikation und der andauernden Suche, wie all dies praktisch umzusetzen ist, um der Vielfalt der Welt offen begegnen zu können. Es ist mir ein Anliegen, in den von mir gestalteten Begegnungs- und Therapieräumen sensibel und bewusst mit allen Menschen und ihren individuellen Erfahrungen und Bedürfnissen umzugehen und sie darin zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Und außerdem bin ich auch noch Tänzerin.

2004 bin ich zum ersten Mal mit Tanz in Berührung gekommen und habe mich seitdem durch viele verschiedene Stile durchgetanzt – durch Standard- und Lateintanz, BalFolk, argentinischen Tango, Kontaktimprovisation und zeitgenössischen Tanz.

Tanz war mein erster Schritt zum kreativen Ausdruck, der mir Wege zu anderen Medien wieder eröffnet hat – zur Musik, zu Farben und Formen. Zudem faszinieren mich die vielfältigen Möglichkeiten der Begegnung mit sich selbst und anderen im Tanz. Ein schöner Tanz ist wie ein gutes Gespräch und wir wissen danach mehr voneinander als vorher, ohne ein einziges Wort gewechselt zu haben.

Seit 2012 gebe ich mein Verständnis von Tanz in Workshops weiter. Ich vermittle Grundlagen für sowohl körperlich als auch kommunikativ angenehmes Tanzen, das achtsame Begegnung ermöglicht und dazu befähigt, selbst und gemeinsam kreativ zu werden.

Und nicht zuletzt sehe ich Tanz – allein, zu zweit oder in Gruppen – als unglaublich reichhaltiges, wirkungsmächtiges und nachhaltiges Werkzeug für gesellschaftliche Transformation und emanzipatorische Praxis.

Lasst uns zusammen die Verhältnisse zum Tanzen bringen!

Kurzvita

2004 mit Tanz in Berührung gekommen
seit 2008 Leben mit Verantwortung für Kinder
seit 2012 gebe ich im Tanz weiter, was mich fasziniert
seit 2017 in Ausbildung zur Integrativen Tanz- und Ausdruckstherapeutin im NEURAUM Berlin, Zentrum für Integrative Körperarbeit, Tanz und Therapie
2018 Studium von Mathematik und Philosophie an der Universität Leipzig abgeschlossen
2019 Leiterin für heilpädagogischen Tanz (Abschluss der Basisausbildung im NEURAUM)

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